Allianz Global Investors Deutschland 17.05.2012 13:53
Anlagelösungen von Allianz Global Investors
Welt im Wandel

Entscheidende Einblicke in eine "Welt im Wandel"

Globalisierung, Demografie, Aufholprozess der Wachstumsländer, knappe Ressourcen und ein neues Informationszeitalter – Megatrends verändern die Welt. Gleichzeitig treten in der zunehmend vernetzten Welt (Kapitalmarkt-)Risiken häufiger auf. Ein Umfeld, auf das sich Anleger bereits heute einstellen sollten.

Während Sie gerade diese Zeilen lesen, werden auf der Welt jede Sekunde1 4,3 Menschen geboren, 472.127 US-Dollar Warenwert gehandelt, 201.864 US-Dollar Wirtschaftsleistung (Bruttoinlandsprodukt) zusätzlich erbracht, 14.212 US-Dollar an chinesischen Devisenreserven angehäuft, 170.921 Liter Erdöl verbraucht, 1.051 Tonnen CO2 ausgestoßen, 50.540 Internetsuchanfragen gestellt und 1.084,60 US-Dollar Umsatz beim US-Onlinehändler Amazon generiert.

 

1 Quelle: UN, IWF, BP, comScore, Amazon, Allianz GI Kapitalmarktanalyse

 

Die Welt verändert sich stärker als je zuvor. Lesen Sie mehr dazu in unserer aktuellen Publikation

> Entscheidende Einblicke in eine "Welt im Wandel" [PDF]

 

> Podcast: Entscheidende Einblicke in eine "Welt im Wandel" - Teil 1 [MP3]

Die Welt von heute dreht sich nicht schneller, aber sie verändert sich
Aufholprozess Emerging Markets

Von Schwellenländern zu Wachstumsländern

Es sind insbesondere die Schwellenländer, in denen sich die Trends der Globalisierung und des Bevölkerungswachstums bündeln und unverändert für einen strukturellen Wachstumsschub sorgen. Ein wirtschaftlicher Aufholprozess in den aufstrebenden Staaten, ähnlich wie ihn die heutigen Industriestaaten nach dem Zweiten Weltkrieg erlebt haben. Stellen die Schwellenländer bereits seit langem den überwiegenden Teil der Weltbevölkerung (circa 82 %), so wurden sie während der letzten Jahrzehnte auch ökonomisch immer bedeutender. Gemessen an der weltweiten Wertschöpfung haben sie schon jetzt einen Anteil von über 35 %. Würden dabei die Kaufkraftunterschiede mitberücksichtigt, wären es sogar knapp 50 %. Auch der Anteil am globalen Energieverbrauch ist mittlerweile in dieser Liga angekommen (vgl. Schaubild 3). Gleichzeitig scheinen die aufstrebenden Staaten sich zunehmend zum Stabilitätsanker zu entwickeln. Denn immerhin verfügen sie über zwei Drittel aller Devisenreserven und lediglich 15 % der weltweiten Staatsschulden lasten auf ihnen. In der Gesamtbetrachtung sind die Schwellenländer zu Wachstumsländern geworden, von denen sich voraussichtlich Asien als das Gravitationszentrum des 21. Jahrhunderts etablieren wird.

 

Zahlen vom dritten Quartal 2011 (Q4 2011 geschätzt) Quelle: IWF,UN, BP, Datastream, Allianz Global Investors Kapitalmarktanalyse.

Knappe Ressourcen

Rohstoffe - eine knappe Ressource

Mit dem höheren Wohlstand in den Wachstumsländern wird der Konsum rohstoffintensiver. Wer heute läuft, kauft morgen ein Fahrrad. Wer heute Rad fährt, sattelt morgen auf das Auto um. Allein der Rohstoffhunger Chinas sorgt für eine ständig wachsende Nach frage. Der Pro-Kopf-Verbrauch von Aluminium, Kupfer und Stahl hat sich dort über die letzten zehn Jahre nahezu verdreifacht. Das Reich der Mitte ist mittlerweile der weltweit größte Verbraucher unter anderem von Eisenerz, Stahl, Kupfer und Aluminium*.

 

Auch der Trend zu einer zunehmenden Verstädterung, vor allem in den Schwellenländern, sollte die Nachfragedynamik nach Rohstoffen zusätzlich verstärken. China beispielsweise wird bis 2025 fast 140 Städte mit mehr als anderthalb Millionen Einwohnern haben. In Europa gibt es derzeit rund fünfzehn solcher Städte.

 

Der Rohstoffbedarf steigt aber nicht nur durch das "qualitative" Wachstum, sondern auch durch die quantitativ steigende Weltbevölkerung. So müssen in den nächsten 40 Jahren 2.300 Millionen Menschen zusätzlich mit Rohstoffen versorgt werden.

 

Zu der steigenden Nachfrage kommt die Tatsache, dass während der letzten Jahre kaum neue Kapazitäten auf der Produktionsseite geschaffen wurden. Außerdem wird die Erschließung neuer Reserven permanent aufwendiger und damit teurer. Folglich dürften Rohstoffe zu einer immer knapperen und damit sich verteuernden Ressource werden.

 

* Quelle: BHP Billiton. Stand: Dezember 2010.

ESG/Eco-Trends

Nachhaltigkeit mit "Eco-Trends"

In der Steigerung der Ressourcen- und Energieproduktivität dürfte somit langfristig der Schlüssel zum Erfolg liegen. Denn die Weltbevölkerung wächst, Rohstoffe werden knapper, neue Energiequellen müssen gefunden werden und der Klimawandel wird immer deutlicher. Faktoren wie die Einführung von CO2-Emissionsrechten, steigende Rohstoffpreise oder der Klimawandel als Unternehmensrisiko tragen dazu bei, dass der Verbrauch von Umwelt einen "Preis" bekommt. Umwelt selbst wird zum knappen Gut. Infolgedessen gewinnen neue Energieformen an Bedeutung. Das Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) hat in 164 verschiedenen Zukunftsszenarien analysiert, dass im Schnitt bis Mitte dieses Jahrhunderts die globale Energienachfrage sich nahezu verdoppeln wird. Gleichzeitig soll der Anteil regenerativer Energiequellen von derzeit circa 13% auf rund 30% anwachsen. In einem optimistischen Szenario wird der Beitrag regenerativer Energien sogar auf 77% geschätzt. Auch konventionelle Anleger beziehen scheinbar verstärkt außerfinanzielle Faktoren wie den Klimawandel oder die finanziellen und rufschädigenden Folgen großer Umweltkatastrophen in ihre Anlageentscheidungen ein. Nachhaltigkeit in der Kapitalanlage scheint sich somit zum Megatrend zu entwickeln.

Mensch und Maschine

Mensch und Maschine

Auch die Hightech-Industrie dürfte spürbar vom grünen Wandel der Märkte profitieren: Die Nachfrage nach erneuerbaren Energien, modernen Umwelt- und Recyclingtechnologien, nachhaltiger Wasserwirtschaft, oder effizienteren Antriebstechniken steigt. Informationstechnologien und "Eco-Trends" sollten sich weiter verzahnen, wie der Ausbau des virtuellen Energienetzes "Smart Grid" zeigt. Die Zukunftsmusik im Energiemarkt: Strommessung und -verwaltung über das Internet, genauso wie virtuelle Kraftwerke, die im "Energie-Web" die Balance zwischen Erzeugung und Verbrauch herstellen.

 

Doch nicht nur im Energiesektor findet eine engere Verzahnung von Mensch und Maschine statt, auch in anderen Bereichen hält das Internet noch stärker Einzug. Dank beständig kleiner werdender Elektronik (z. B. Nanotechnologie) und intelligenter Informations- und Kommunikationsnetze (z. B. "Cloud Computing") können einzelne elektronische Systeme immer vernetzter wirken. Kommunikation von Maschine zu Maschine, also  intelligente Netze, die sich auf den Benutzer selbstständig und situationsgerecht einstellen - so genannte "Ambient Intelligence“ -, ist keine Utopie aus einem Science-Fiction-Film mehr, sondern bereits Realität. Die mehr als 18 Milliarden heruntergeladenen Apps (insgesamt gibt es über 500.000 Apps) für das iPhone sind nur ein Zeugnis dieser Entwicklung*. Die "neuen" Märkte werden die klassischen Industriezweige zukünftig wohl deutlich hinter sich lassen.

 

* Quelle: Apple, Wikipedia, Allianz Global Investors Kapitalmarktanalyse. Stand: Okt. 2011

 

Aktives Mangement für eine "Welt im Wandel"

In einer Welt, die sich zwar nicht schneller dreht, aber die sich dramatisch verändert und in der (Kapitalmarkt-)Risiken zu unserem ständigen Begleiter geworden sind, sollte aktives Fondsmanagement dem Anleger langfristig einen Mehrwert bieten. Denn passive Investments, die sich nur an einem Index orientieren, bilden die Erfolge und Misserfolge von gestern ab. Unternehmen, Branchen oder ganze Regionen, die über längere Zeit in der Gunst der Anleger standen, haben an Marktkapitalisierung und damit an Gewicht im Index zugelegt. Die Erfolge von gestern sind aber keine Garantie für zukünftige Performance.

 

Allianz Global Investor - als aktiver Asset Manager - sucht dagegen aufgrund einer fundamentalen Aktienauslese bereits die Gewinner von morgen, deren Wachstumspotenziale derzeit noch nicht angemessen in den Kursen reflektiert sind. Darüber hinaus verfügen wir über die nötige Flexibilität, um zwischen attraktiven Vermögensklassen, Regionen, Sektoren oder Unternehmen tauschen zu können.

 

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