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Spreadprodukte bieten derzeit für renditeorientierte Anleiheninvestoren besonders aussichtsreiche Alternativen zu Geldmarktkonten oder Staatsanleihen. Aber was sind Spreads und Spreadprodukte und welche Unterkategorien gibt es?
Spreads & Spreadprodukte
Staatsanleihen aus Industrieländern bieten maximale Sicherheit. Für Zins- und Tilgungszahlungen steht der Staat prinzipiell mit seinem gesamten Steueraufkommen und seinen Devisenreserven ein. Daher sind Anleger bei Staatsanleihen bereit, sich mit relativ geringen Zinsen zu begnügen. Etwaige Renditeunterschiede bei Staatsanleihen vergleichbarer Bonität spiegeln insbesondere eine unterschiedliche Liquidität wider, dies ist gegenwärtig im Euroraum zu beobachten.
1) Pfandbriefe/Covered Bonds
Pfandbriefe sind eine in Deutschland stark verwurzelte Spielart der Besicherten Anleihe. Sie sind eine der Hauptfinanzierungsquellen im deutschen Bankensektor. Der Pfandbriefmarkt kommt im Hinblick auf Größe, Liquidität und Sicherheit gleich nach dem Markt für Staatsanleihen. Die gesetzlichen Qualitätsanforderungen an deutsche Pfandbriefe sind sehr streng. Covered Bonds sind pfandbriefähnliche Konstruktionen, die auf vergleichbaren gesetzlichen Regelungen im europäischen Ausland beruhen.
Chance-Risiko-Profil:
2) Asset-/Mortgage-Backed-Securities (ABS/MBS)
ABS/MBS sind eine international gängige Variante der Besicherten Anleihe. Sie unterscheiden sich in einigen Details von Pfandbriefen. Insbesondere unterliegen ABS/MBS keinen vergleichbaren gesetzlichen Mindeststandards, sodass ihre Attraktivität von der individuellen Konstruktion abhängig ist.
Chance-Risiko-Profil:
3) Unternehmensanleihen (Corporate-Bonds)
Unternehmen decken ihren langfristigen Finanzierungsbedarf vorrangig über Eigenkapital (Aktien, Private Equity, sonstige Beteiligungen) ab. Kurzfristiger Liquiditätsbedarf wird häufig über kurzlaufende Anleihen (sog. Commercial Paper) gestillt.
Chance-Risiko-Profil: Unternehmensanleihen bieten meist attraktive Zusatzrenditen. Speziell im High-Yield-Bereich stehen den nominell eindrucksvollen Verzinsungen aber auch erhebliche Ausfallrisiken gegenüber. Gerade bei schwacher Lage der Gesamtwirtschaft oder in einzelnen Branchen sind sorgfältige Analyse der Einzeltitel und klare Risikobegrenzung besonders wichtig.
4) Schwellenlandanleihen (Emerging-Markets-Bonds)
Schwellenländer gehören aufgrund ihres niedrigen Entwicklungsstands nicht zu den in der OECD zusammengeschlossenen Staaten. Sie finanzieren sich angesichts begrenzter Aufnahmefähigkeit der inländischen Kapitalmärkte meist noch überwiegend über ausländisches Fremdkapital. Hierzu legen sie auf Dollar, Pfund oder Euro lautende Anleihen auf, die an führenden Börsenplätzen gehandelt werden.
Chance-Risiko-Profil:
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> Anleihen mit Renditeprämien
Die hierin enthaltenen Einschätzungen und Prognosen beruhen auf sorgfältigen Recherchen, jedoch kann Allianz Global Investors für die objektive Richtigkeit naturgemäß nicht haften.
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