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Vorteile des aktiven Fondsmanagements Gerade in Märkten mit hoher Volatilität und immer kürzeren Börsenphasen kann das aktive Fondsmanagement seine Stärken gegenüber dem passiven Investmentansatz ausspielen, da es dank tiefgehender Analysen gut aufgestellte und vergleichsweise günstige Unternehmen selektieren kann. Weitere Argumente sprechen für diesen Investment-Ansatz.
Ausnutzen von Fehlbewertungen
Der Anleger ist kein "Homo oeconomicus" - die
Märkte können folglich nicht effizient sein. Die "Behavioural
Finance Theorie" zeigt, dass Anleger emotional getrieben zu irrationalem Verhalten (z. B. Herdenverhalten) neigen. Dies kann zu Über- wie zu Untertreibungen
führen, d. h. Investoren handeln nicht rational, sondern aufgrund
persönlicher Erfolge, individueller Risikoneigung und persönlicher
Bewertung. Rationale Beweggründe für Entscheidungen werden
dabei überlagert von Emotionen und Affekten. Die Kurse von Wertpapieren
ergeben sich zudem aus dem Angebot und der Nachfrage vieler unterschiedlicher
Marktteilnehmer. Sie unterliegen also genauso einer Vielzahl subjektiver
Faktoren und Unvollkommenheiten. Je ausgeprägter diese Einflüsse
sind, desto größer ist die Chance, vorübergehende
Verzerrungen zu erkennen und zum eigenen Vorteil auszunutzen - durch
sorgfältige Analyse der auf längere Sicht entscheidenden
fundamentalen Größen. Gerade hier ist aktives Management
gefragt, um Fehlbewertungen - gestützt auf sorgfältige
Analysen - zu erkennen.
Konsequente Identifizierung von Qualität
Im aktuellen Umfeld kommt es besonders bei der Titelselektion auf die Stabilität der Cash-Flows, die Bonität der Unternehmen und das Vermeiden von Insolvenzrisiken an. Die Abbildung eines Index als Investitionsgrundlage weist hingegen einen entscheidenden Schwachpunkt auf: Seine Zusammensetzung folgt häufig dem Gesetz der Größe. So besteht beispielsweise der Dax aus den 30 deutschen Unternehmen mit der größten Marktkapitalisierung. Dieser Börsenwert einer Firma ergibt sich aus der Multiplikation des Aktienkurses und der Anzahl der ausgegebenen Aktien. Der Index lässt keine Aussage über die Qualität der enthaltenen Titel zu. Dieses Gesetz der Größe hat einen weiteren Nachteil: Wer einem Index folgt, folgt der Vergangenheit, denn viele Indizes bilden die Erfolge von gestern ab. So investieren passive Fonds via Indexreplikation unter Umständen auch in Unternehmen, die negative Erfolgsaussichten haben oder aktuell überbewertet sind. Die Erfolge von gestern sind aber keine Garantie für zukünftige Performance. Die "TMT-Bubble" des auslaufenden zweiten Jahrtausends, die Technologie-, Medien- und Telekomwerte stark ansteigen ließ, belegt sehr gut die Nachteile dieser Vergangenheitsorientierung. Aktive Fondsmanager dagegen investieren aufgrund ihres fundamentalen Investmentansatzes in die Gewinner von morgen und orientieren sich nicht an der Vergangenheit.
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