> Online Depot > Sitemap > Hilfe > Kontakt

Allianz Global InvestorsDEUTSCHLAND

Artikel drucken

Investmentstile - Anleihen

Bei der Anlage in Anleihen ist eine auf den jeweiligen Anlegertyp abgestimmte Balance aus Sicherheit und Rendite besonders wichtig. So steht dem Interesse der Anleger an einer attraktiven Verzinsung meist eine klare Vorstellung hinsichtlich der Schwankungsrisiken gegenüber. Mit aktiv gemanagten Anleihenfonds lassen sich auf verschiede Anlegertypen zugeschnittene Verhältnisse von Chancen und Risiken typengerecht umsetzen. So kann der Anleger bereits mit vergleichsweise geringen Summen an einer breiteren Auswahl von Titeln teilhaben, als dies bei Eigeninvestments in Einzelanleihen möglich ist. Dabei werden die Anleihen, die der Fondsmanager sorgfältig selektiert, in folgende Bonitätsklassen eingeteilt.

 

High-Grade:

Beschränkung auf Unternehmensanleihen der höchsten Bonitätsstufe

 

Investment-Grade:

Strategien mit stärkeren Beimischungen aus dem gesamten Spektrum von Anleihen kreditwürdig beurteilter Unternehmen

 

High-Yield:

Noch flexiblere Ansätze können begrenzte Anlagen in Schwellenland-Anleihen sowie Hochzinspapieren umfassen.

 

In allen Varianten ist die sorgfältige Auswahl und breite Streuung der Anlagen elementar, um das Risiko von Zahlungsausfällen möglichst gering zu halten.

 

Mehr zum Thema "Exzellentes Risikomanagment als Erfolgsfaktor aktiven Fondsmanagements"


Dabei sind je nach Anlegertyp folgende Stilausprägungen möglich:


Starke Sicherheitsorientierung
Für Anleger, die die Minimierung von Wertschwankungen anstreben, eignen sich Anleihenstrategien mit Konzentration auf besonders ausfallsichere Schuldner. In Betracht kommen hauptsächlich Staatsanleihen und mit einem speziellen Sicherungsvermögen gedeckte Pfandbriefe von Banken, die eine sehr hohe Kreditwürdigkeit (Bonität) aufweisen.

 

Innerhalb einer bonitätsorientierten Strategie sind unterschiedliche Laufzeitschwerpunkte möglich. Je kürzer der Zeitraum bis zur Fälligkeit der Anleihen ist, desto geringer ist der zwischenzeitliche Einfluss von Marktzinsänderungen. Vergleichsweise risikoarm sind diesbezüglich verzinsliche Anlagen im unterjährigen Bereich (Geldmarkt), allerdings sind die Renditen hier auch meist am niedrigsten. Für sicherheitsorientierte Anleger interessant ist daneben das kurze bis mittelfristige Laufzeitsegment, das in der Regel höher verzinst ist und überschaubaren Zinsänderungsrisiken unterliegt. 


Sehr lange Restlaufzeiten und Engagements in Fremdwährungen kommen im Rahmen stark sicherheitsorientierter Anlagen nicht in Betracht.

Starke Renditeorientierung
Eine höhere Verzinsung als mit rein sicherheitsorientierten Anlagestrategien sollte mit konzentrierten Anlagen in Unternehmens- und Schwellenlandanleihen erzielbar sein (Corporate- und Emerging-Market-Bonds). Zwar gehen Anlagen in diesen Segmenten mit überdurchschnittlichen Risiken einher. Mit der Anlage in Investmentfonds ist aber grundsätzlich eine deutliche Reduzierung des Gesamtrisikos gegenüber der Investition in Einzelanleihen möglich - durch breite Streuung über viele Einzelpositionen und sorgfältige Auswahl der Schuldner.


Bei Anlagen in Corporate- und Emerging-Market-Bonds lassen sich zwei Hauptausprägungen unterscheiden:

Möglich ist zum einen eine Ausrichtung auf Schuldner mit möglichst hoher Kreditwürdigkeit. Dies bedeutet bei Unternehmensanleihen, dass Emissionen bevorzugt werden, die der Bonitätskategorie Investment-Grade angehören und somit als solide Schuldner gelten können. Im Rahmen einer solchen Strategie kommen Anleihen schwächerer Bonität und daher hohem Risikoaufschlag in der Verzinsung (High-Yield-Anleihen) nur als Beimischung in Betracht. Bei Anlagen in Schwellenländern ist eine weitgehende Beschränkung auf Investment-Grade-Anleihen zwar nicht realisierbar, da noch zu wenige Unternehmen dieser Bonitätsklasse angehören. Dennoch ist auch hier eine konzeptionsgemäße Bevorzugung von Schuldnern mit vergleichsweise guter Zahlungsfähigkeit möglich.

 

Zum anderen kann eine Anleihenstrategie konsequent auf hochverzinsliche Anleihen ausgerichtet sein. Dann werden Schuldner bevorzugt, deren Zahlungsfähigkeit vom Markt skeptisch gesehen wird und die eine entsprechend hohe Verzinsung ihrer Anleihen bieten müssen. Durch sorgfältige Analyse lassen sich Emittenten identifizieren, bei denen davon ausgegangen werden darf, dass sie ihre Zahlungsverpflichtungen dennoch mit hinreichender Wahrscheinlichkeit erfüllen können. Dabei ist die klare Beschränkung auf Einzelpositionen elementar, um die Auswirkungen möglicher Ausfälle weitestgehend zu beschränken.

Ausgewogenes Verhältnis von Sicherheit und Chancen
Für Anleger, die auf Ausfallsicherheit Wert legen, aber höhere Renditen als mit Staatsanleihen und Pfandbriefen anstreben, kommt ein Mix aus Anleihen verschiendener Bonitätsklassen (High-Grade, Investment-Grade, High-Yield) in Betracht. Dabei lassen sich der individuellen Anlegerneigung entsprechend unterschiedliche Akzente setzen. Ebenfalls lassen sich je nach Anlegerpräferenz unterschiedliche Laufzeitschwerpunkte setzen. Nicht zuletzt sind Anleihenstrategien möglich, die mit teilweisem oder überwiegendem Engagement in Fremdwährungen eine weitere Quelle möglicher Zusatzrenditen erschließen.


Mehr zu den Erfolgsfaktoren aktiven Fondsmanagements

 

Mehr zu den Vorteilen aktiven Fondsmanagements

 

Mehr zu den Formen aktiven Fondsmanagements

Artikel drucken