> Online Depot > Sitemap > Hilfe > Kontakt

Allianz Global InvestorsDEUTSCHLAND

Artikel drucken

Investmentstile - Aktien

Im Rahmen von Aktienanlagen ermöglicht aktives Fondsmanagement attraktive Schwerpunktsetzungen. So kann ein Fondsmanager gezielt Unternehmen mit ganz spezifischen Eigenschaften selektieren, die in bestimmten Börsenzyklen vorteilhaft sein können. Interessant sind bei Aktienanlagen vor allem die Stilausprägungen "Value" und "Growth" - oder auch "Wert" und "Wachstum".


Value-Ansatz
Aktien von Unternehmen, die günstig bewertet erscheinen, werden als Value-Titel bezeichnet. Um den Wert eines Titels zu ermitteln, wird der Aktienkurs ins Verhältnis zu Kennziffern wie Bilanzwert und Gewinn des Unternehmens gesetzt. Anschließend wird die Bewertung mit einer anderen Aktien aus derselben Branche verglichen. Ein Value-Ansatz bedeutet somit eine starke Orientierung an den Erträgen (Cashflow) aus dem laufenden Geschäft und dem Aktienkurs, der für dieses Unternehmen zu zahlen ist. Die Zukunftsaussichten des Unternehmens spielen dabei eine geringere Rolle. Aktien von Unternehmen mit Value-Charakteristik sind vor allem dann gefragt, wenn die Ertragslage der Unternehmen insgesamt einen starken Schub bekommt, also in einem beginnenden Aufschwung. Dann kann es sich besonders lohnen, auf Unternehmen zu setzen, deren Ertragskraft im Aktienkurs noch nicht voll berücksichtigt scheint.
Growth-Ansatz
Aktien von Unternehmen, die wachstumsstarken Branchen angehören, bezeichnet man als Growth-Titel. Nach differenzierterem Verständnis können jedoch Unternehmen aus allen Branchen eine Wachstums-Charakteristik aufweisen. Hierzu müssen sie Eigenschaften haben, die losgelöst von der allgemeinen Wirtschaftslage nachhaltiges Wachstum begünstigen. Wachstumstreiber können innovative Produkte sein oder die Fähigkeit, auch bei wenig dynamischer Nachfrage steigende Erträge durch überlegene Produktionsprozesse zu erzielen. Im Idealfall ist die Wachstumsdynamik eines Unternehmens im Aktienkurs noch nicht berücksichtigt worden, steht aber kurz davor, vom breiten Markt wahrgenommen zu werden. Ein Growth-Ansatz kann vor allem bei nachlassender Konjunktur vorteilhaft sein. Dann sind am Aktienmarkt häufig Unternehmen gefragt, die aus eigener Kraft weiter expandieren können.

 

Aktienfonds, die weder Growth- noch Value-Fonds den Vorzug geben, bezeichnet man als Blend-Produkte. Sie decken die jeweilige Anlageregion in ihrer Breite ab und eignen sich daher in der Regel als dauerhaftes Basisinvestment.


Für den Erfolg entscheidend ist dabei, dass das Fondsmanagement diejenigen Aktien identifiziert, die innerhalb der jeweiligen Stil-Kategorie die attraktivsten Eigenschaften aufweisen. Hier kann aktives Fondsmanagement seine Stärken ausspielen.


Mehr zu den Erfolgsfaktoren für aktives Fondsmanagement

Artikel drucken